Wachsamkeit bleibt Auftrag

25 Jahre nach 9/11

Vor genau 25 Jahren erschütterten die Terroranschläge auf das World Trade Center und das Pentagon nicht nur die USA, sondern das gesamte westliche Werte- und Sicherheitssystem. Der Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e.V. (BSKI) nimmt den Jahrestag zum Anlass, an die Opfer zu erinnern – und daran, wie sehr sich das Bedrohungsbild seither gewandelt hat.

„Der 11. September 2001 hat uns gezeigt, wie verwundbar offene Gesellschaften durch asymmetrische Bedrohungen sind. Ein Vierteljahrhundert später sind es nicht mehr entführte Flugzeuge, sondern Cyberangriffe auf Energienetze, Krankenhäuser und Wasserversorger, Drohnen und Einzeltäter, die unsere KRITIS-Einrichtungen gefährden. Wachsamkeit ist kein Zustand von gestern, sondern eine Daueraufgabe“, erklärt stellvertretende BSKI-Vorsitzende Dr. Hans-Walter Borries.

Der Verband verweist darauf, dass sich seit 2001 der Fokus des Heimatschutzes verschoben habe: von der physischen Abwehr sichtbarer Angriffe hin zur Absicherung komplexer, oft unsichtbarer Abhängigkeiten in Energie, Gesundheitswesen, Wasser und Logistik. Die Regulierung durch NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz sei eine folgerichtige Antwort auf diese Entwicklung, entbinde die Betreiber jedoch nicht von der Pflicht, Resilienz aktiv zu gestalten statt nur zu verwalten.

Der BSKI ruft dazu auf, den Jahrestag für einen Moment des Innehaltens zu nutzen – im Gedenken an die Opfer und ihre Angehörigen, und als Erinnerung daran, dass Sicherheit ein Ergebnis kontinuierlicher Anstrengung ist, kein selbstverständlicher Zustand.