Der Arbeitskreis EDV und Recht Köln e.V. (AKEUR) lädt zu einer hochaktuellen Fachveranstaltung rund um die Realität moderner IT-Projektarbeit ein. Unter dem Titel „Hybride Veranstaltung: Wasserfall, Scrum, hybride Ansätze und die eierlegende Wollmilchsau – ein Märchen über pure Verzweiflung in unzähligen Akten“ beleuchtet ein Impulsvortrag kritisch die Wirksamkeit gängiger Projektmanagement-Methoden.
Im Fokus steht die Frage, ob neue Methoden tatsächlich strukturelle Defizite lösen können – oder ob sie vielmehr als vermeintliche Allheilmittel dienen. Seit Jahren kämpft die IT-Branche mit scheiternden Projekten, Budgetüberschreitungen und unzureichenden Ergebnissen. Während früher der Wasserfall-Ansatz als Ursache galt, wurden später agile Methoden wie Scrum als Lösung propagiert. Heute sollen hybride Modelle den Ausweg bieten. Doch die erhoffte „eierlegende Wollmilchsau“ bleibt aus.
Der Vortrag analysiert die tieferliegenden Ursachen: die sogenannte Kompetenz-Illusion, bei der Methodik fehlende Expertise ersetzt, die Grenzen agiler Ansätze in starren Organisationsstrukturen sowie das Spannungsfeld zwischen juristischen Anforderungen und gelebter Projektpraxis. Ziel ist es, eine offene und kontroverse Diskussion über nachhaltige Erfolgsfaktoren von IT-Projekten anzustoßen.
Als Referenten sprechen Dr. Thorsten Ammann, Experte für IT-Recht und digitale Transformationsprojekte, sowie Dipl.-Ing. Wiegand Liesegang, öffentlich bestellter Sachverständiger mit langjähriger Erfahrung in der Analyse komplexer IT-Projekte.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 20. Mai 2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr im Hotel Pullmann sowie online statt. Im Anschluss besteht bei einem Imbiss Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Fortbildungsbescheinigungen nach §15 FAO werden ausgestellt.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.akeur.de