BSKI begrüßt Schaffung eines Resilienzfonds

Ein „Fonds für den Zivilschutz in der Wirtschaft“ mit einem jährlichen Volumen von bis zu 500 Millionen ist laut Handelsblatt (17.02.2026) in der Planung des Bundeswirtschaftsministeriums. So soll ein finanzieller Puffer für Unternehmen der Kritischen Infrastrukturen geschaffen werden, um in einem Kriegsfall handlungsfähig zu bleiben.

Dr. Hans-Walter Borries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands für den Schutz Kritischer Infrastrukturen e. V. (BSKI) begrüßt diesen Plan: „Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und verstärkt in den vergangenen Monaten, hat sich erwiesen, dass in Deutschland Handlungsbedarf besteht. Vorfälle wie der Stromausfall in Berlin belegen, dass Wirtschaft und Gesellschaft Resilienter werden müssen. Wir erleben, dass russische Angriffe in der Ukraine gezielt die Energieversorgung zum Ziel haben. Aus diesen Vorfällen müssen wir auch in der Bundesrepublik die richtigen Lehren ziehen, um für einen Krisenfall vorbereitet zu sein. Ein derartiger Krisenfall muss dabei keinesfalls aus einem militärischen Konflikt entstehen, sondern könnte auch beispielsweise durch Naturkatastrophen oder einem terroristischen Anlag ausgelöst werden.“

Maßnahmen zu verbesserter physischer Sicherheit, etwa in Form von Perimeterschutz, Zäunen oder Drohnen sind nach Einschätzung des BSKI-Vorstands notwendig und sollten durch Krisen-/BCM-Management sowie die Ausbildung und Beübung von Krisen-/Notfallstäben ergänzt werden.

„Derartige Maßnahmen kosten Geld, das von Unternehmen und Organisationen nur schwer aufbringen können. Ein Fonds, wie vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagen, würde sicherheitsrelevante Sektoren deshalb sinnvoll stärken. Die Kriterien zur Vergabe der Förderhilfen, insbesondere zur Stärkung der Resilienz, sollten dabei klar verständlich aufgezeigt werden, um ein ‚Gießkannenprinzip‘ zu verhindern und auch KMUs und Familienunternehmen die Möglichkeit zur Stärkung ihrer Resilienz zu geben“, erläutert Dr. Borries.